Offener Brief des Fördervereins‚ Welttheater der Strasse e.V.
Herrn Bürgermeister Axourgos,
Herrn Ersten Beigeordneten Yildiz als Vorsitzender des KuWeBe-Verwaltungsrats
Frau Andrea Perlt, Vorständin des KuWeBe
wir, der Vorstand des Fördervereins Welttheater der Straße e.V., sind begeistert von der Entwicklung des Welttheaters hin zu einem bundesweit wahrgenommenen und wertgeschätzten Festivals. Diese Wertschätzung nimmt ganz sicher auch positiven Einfluss auf die regionale und auch überregionale Wahrnehmung unserer Stadt.
Dem Kulturbüro gelingt es erfolgreich, mit den vielen Künstlerinnen und Künstlern aus Europa und darüber hinaus dem Flair eines internationalen Festivals gerecht zu werden. Zugleich schafft es das Kulturbüro, die Kulturschaffenden in unserer Stadt – besonders Theatergruppen und Chöre – zu gewinnen und sie im Welttheater auf wunderbare Weise zu integrieren. So freuen wir uns in diesem Jahr besonders auf die von Studio7 inszenierte Parade von Schwerter Kindern und Jugendlichen im Rahmen des Welttheaters.
Auf beeindruckende Weise gelingt es dem Kulturbüro zudem, neben der finanziellen Förderung durch die Stadt ein Mehrfaches an Mitteln durch Dritte zu akquirieren.
Eine wesentliche Voraussetzung für diesen herausragenden Erfolg ist Kontinuität. Diese Kontinuität sehen wir gefährdet.
Vor allem der Weggang von Frau Sarah-Jane Reed aus dem Kulturbüro bedeutet einen erheblichen Einschnitt. Ihre anpackende, kreative wie auch verlässliche Arbeit stärkte zweifelsfrei die Qualität des Welttheaters. Hierfür sind wir ihr sehr dankbar. Deshalb ist es aus unserer Sicht sehr wichtig, diese Stelle bald und qualifiziert wieder zu besetzen. Wir machen darauf aufmerksam, dass bereits im September die Vorbereitungen des Festivals 2027 beginnen. Entsprechend sind wir Ihnen sehr dankbar, wenn Sie sich rasch für eine baldige Nachfolge einsetzen würden.
Ebenfalls bitten wir Sie, im Zuge der Überlegungen zum KuWeBe-Haushalt das Budget für das Welttheater-Festival wenigstens in der Höhe beizubehalten. Nur so läßt sich nach unserer Überzeugung die bisher so erfolgreiche Aquise von Drittmitteln fortsetzen. Ansonsten ist mit dem Rückzug der zahlreichen finanziellen Unterstützer zu rechnen.
Dabei ignorieren wir ausdrücklich nicht die enormen Herausforderungen, vor denen die Stadt Schwerte mit ihrer gegenwärtig schwierigen finanziellen Situation steht. Wir sehen vielmehr, dass die Zeit reif ist für eine weitere Öffnung und Demokratisierung der Einrichtungen des KuWeBe. Viele praktizierte Beispiele ermutigen dazu! Wir regen an, die gegenwärtige Zeit der knappen öffentlichen Kassen für eine entsprechende Transformation zu nutzen. Gerne konkretisieren wir bei Interesse unsere Vorstellungen.
Mit freundlichen Grüßen
für den Vorstand
Andreas Roters
Vorsitzender


